Die Quantenphysik

Das von den Ideen des Aristoteles ausgehende und in jüngerer Zeit durch die Thesen Newtons und Darwins geprägte mechanisch-materialistische Weltbild wird durch die Entdeckungen der Quantenphysik erweitert, ja teilweise sogar ad absurdum geführt. Es ist vorauszusehen, dass es in menschheitsgeschichtlich naher Zukunft durch ein quantenphysikalisches, geistiges Weltbild ersetzt werden wird.

Quantenphysik, Quantenmechanik, Quantenmedizin und andere auf dieser Wissenschaft begründete Erkenntnisse werden das Zeitalter der Gier und des rücksichtslosen Materialismus ablösen und stattdessen eine Periode der Nächstenliebe und Menschlichkeit einläuten, in der jeder Mensch erkennen kann, dass er sein Schicksal aufgrund seines Denkens und Handelns selbst bestimmt.

Einzelne Physiker sind schon bereit anzuerkennen, dass es die Möglichkeit eines Allbewusstseins gibt, und dass das Quantenfeld eigentlich einem Geistfeld entspricht.

Der Physiker H.-P. Dürr formulierte seine Einsicht provokativ:
„Die Materie ist die Kruste des Geistes“ erkannte er und sagte weiter: „In der Quantenphysik entspricht dem Geist das, was wir Potenzialität nennen. Ich könnte also in Analogie sagen, alles ist aus Geist aufgebaut, Wirklichkeit ist Geist, die Materie ist eine greifbare Ausdrucksform.“

Marcus Schmieke, Physiker und Philosoph, spricht von einem Informationsfeld.
„Auf der Quantenebene gibt es nur noch Potenzialität oder Information“ (Einprägung der Form in Materie). „Es gibt hier noch nichts, was man benennen, bewerten oder beschreiben kann, es gibt keine Materie, keine Teilchen und keine Verbindung (Verschränkung) zwischen beliebig weit voneinander entfernten Teilchen, die gleichsam über den ganzen Kosmos verteilt doch voneinander wissen und sich in Überlichtgeschwindigkeit aufeinander abstimmen können.“ Dieses Phänomen ist auch als EPR-Effekt bekannt.

Dieser sogenannte EPR-Effekt ist die Kurzform des Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxons und ein im vorigen Jhdt. intensiv diskutiertes quantenmechanisches Phänomen. Der Effekt wurde nach Albert Einstein, Boris Podolsky und Nathan Rosen benannt, die dieses Phänomen im Rahmen eines Gedankenexperiments vorstellten. Zuweilen wird auch von einem EPR-Argument gesprochen. Es zeigt beispielhaft, dass die Quantenmechanik gegen die Annahme der Lokalität verstößt, die eine der Grundannahmen der klassischen Physik ist. Einstein sprach in diesem Zusammenhang von einer »spukhaften Fernwirkung«.

Max Planck, Nobelpreisträger und Mitbegründer der Quantenphysik, bemerkte in seinem Vortrag »Das Wesen der Materie« im Jahr 1944 Folgendes:
„Es gibt keine Materie an sich, alle Materie entsteht und besteht nur durch die Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zu dem winzigen Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es im ganzen Weltall weder eine intelligente noch ewige abstrakte Kraft gibt […], müssen wir hinter dieses Kraft bewussten intelligenten Geist annehmen.
Dieser Geist ist der Urgrund der Materie, nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche (der Boden), denn diese Materie bestünde, wie wir es gesehen haben, ohne diesen Geist überhaupt nicht, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre.“

Nach dieser Aussage von Max Planck ist es auch interessant zu wissen, was Leobrand in einem Vortrag über die Atome gesagt hat: „Sämtliche Atome und Bausteine des Weltalls sind nicht etwa zufällige Verbindungen des Universums, sondern die Offenbarung eines eigenen Psycholebens im Kosmos, das an Mannigfaltigkeit geradezu unübertrefflich ist. Ein neuer Gedanke, dass die Atome ein Teil eines Psycholebens im Kosmos sind. Jedes Atom führt für sich sein eigenes Psycholeben, wie in der okkulten Chemie nachgewiesen wird. Denn jedes Atom der wissenschaftlich bekannten periodischen Reihe setzt sich abermals aus verschiedenen Psychokernen zusammen. Jede Atom hat darum schon sein eigenes Psycholeben – Seelenleben könnte man einfach dafür sagen – welches sich im Atom auch schon bemerkbar macht.“

Ein weiterer interessanter Wissenschaftler ist in diesem Zusammenhang der vom strengen Atheisten zum gläubigen Menschen gewandelte amerikanische Zellbiologe Bruce H. Lipton, der in seinem Buch »Intelligente Zellen« zu den Erkenntnissen kommt: „Wir sind als Ebenbild des Universums erschaffen.“

Weiters schreibt er unter anderem: „Diese Erkenntnisse der Zellbiologie bestätigen die Weisheit der spirituellen Lehrer aller Zeiten. Jeder von uns verkörpert das Geistige in einer materiellen Form.“

Das Quantenfeld ein Geistfeld?​

Hier beginnen einzelne Physiker anzuerkennen, dass es die Möglichkeit eines Allbewusstseins gibt, wie das in allen spirituellen Traditionen gelehrt wird.​

Die Beschreibungen der Quantenphysiker erinnern an die Erfahrungen aller großen Erleuchteten. So sprach der Buddha vom Nirvana als etwas, worüber man keine Aussage machen kann, man kann nur sagen, was es nicht ist:​

Es ist ungeboren, ungeworden, es ist das Unergründliche, Unsagbare, Formlose, das Ungeoffenbarte. Es ist das Nichts, das das Alles ist – das Sein im Nicht-Sein.​

Der mittelalterliche Mönch und Mystiker Meister Eckhart spricht vom Urgrund oder Ungrund, aus dem alles hervorgeht.​

Potenzialität bedeutet auch Kraft und Wille und damit Geistwirksamkeit. Auf der Ebene der Potenzialität ist alles offen, alles ist möglich. Aber in dem Augenblick, wo man versucht etwas zu fixieren oder zu beschreiben, verlässt man die Potenzialität, so wie man aus einem mit Geist verbundenen Zustand fällt, wenn man darüber sagt: „Ich bin mit dem Geist verbunden.“​

Damit tritt man in die Dualität von Ich und Geist ein, oder in der Sprache der Quantenphysik von Teilchen oder Welle. Dann entsteht Materie, die von Ebene zu Ebene immer fester wird, so wie ein Haus zunächst als Idee existiert, darauf ein Plan erstellt wird, um das Bauwerk dann über einen Prozess der Organisation schließlich zu verwirklichen.